Endlich Texte sicher schwärzen

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Gestern habe ich noch über den Praktikanten Faux-Pas der FDP geschrieben und auf die öffentlich zugänglichen Wahlkampf Dateien der Grünen hingewiesen (in den Kommentaren zu dem Artikel finden sich zahlreiche Links zu weiteren Files), heute bietet Microsoft einen Tool an, das zumindest beim korrekten Schwärzen von Textpassagen helfen soll. Damit dürften die Pannen wie zuletzt im Falle der US- Army der Vergangenheit angehören:

In der (vom US Milität veröffentlichten Datei mit dem Bericht über die Befreiung der italienischen Journalistin Giuliana Sgrena) wurden laut der Mailänder Zeitung «Corriere della Sera» zwar vertrauliche Teile geschwärzt und so zum Beispiel mehrere Namen unkenntlich gemacht. Diese blieben aber als Text erhalten – kopiert man sie vom Acrobat Reader zum Beispiel in einen Texteditor, geht die Schwärzung verloren und der Text ist wieder lesbar. Das Pentagon hat damit unverhofft alle Namen und Dienstgrade der an dem Zwischenfall beteiligten US-Soldaten veröffentlicht. Auch die Identität des Schützen wurde enthüllt: Mario Lozano von New York Army National Guard. Der Bericht enthält Hinweise darauf, dass die beteiligen Armeeeinheiten während des Zwischenfalls Probleme mit der Kommunikation hatten.

Allerdings ist die Software in diesen Fällen nicht unbedingt das Problem, sondern zumeist der Benutzer.

Oliver Wagner von Oliver Wagner

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