Digital Lifestyle Day 2006 – mein Fazit

D

Zunächst gilt dem Veranstalter und Chairman Hubert Burda ein großes Lob und Anerkennung für die Planung und Durchführung einer aufwändigen und nahezu perfekt organisierten Veranstaltung in einer beeindruckenden Location im Herzen Münchens.

Das gebotene Rahmenprogramm und die Liste der Sprecher hätte auch bei einer für Konferenzen dieser Art üblichen Teilnahmegebühr für volle Ränge gesorgt, dass Burda den geladenen Teilnehmern diesen Event kostenlos ermöglicht ist beeindruckend. Wenn dann noch des nächtens ein bloggendes Top-Model in den Pool des luxuriösen Spas des Bayerischen Hofs springt, ist auch für Society Content für die hauseigenen Magazine gesorgt.

Das Themenspektrum war sehr breit gefächert und die Qualität der Vorträge und Panels im allgemeinen auf einem guten Niveau. Insbesondere der erste Veranstaltungstag war sehr stark Business getrieben, die Frage nach dem „Next Big Thing“ kam immer wieder auf – wurde aber erwartungsgemäß nicht beantwortet.

Der zweite Tag zeigte etwas mehr Design- und Kreativthemen, was mir natürlich sehr entgegen kam. Im Panel „Shape!“ konnte Stefan Sagemeister einige seiner aktuellen Arbeiten präsentieren. Leider blieben ihm dafür nur gute zehn Minuten. Kurze Panels mit mehreren Teilnehmern habe einige große Vorteile – aber immer auch wieder den großen Nachteil, dass Sie den Referenten, für die man sich besonders interessiert nicht genug Raum und Zeit lassen. So hätte ich auch gerne viel mehr von Marissa Mayer gehört, President Search Products & User Experience bei Google. Generell war dieser Themenblock an dem auch Martin Varsavsky, der Gründer von Fon sowie Esther Dyson von CNet teilnahmen sehr spannend.

Ein weiteres Highlight für mich stellte der Vortrag von Andrew Robertson, President & CEO BBDO Worldwide, da. Mit vermeintlicher Leichtigkeit führt er durch sein Thema und verzichtete dabei auf den Einsatz von Powerpoint und nutzte statt dessen unter anderem eine Brechtüte zur Visualisierung. Awareness, Aufmerksamkeit gilt es zu erzeugen. Das ist ihm gelungen und zeigte neben der guten Bühnenpräsenz von Ola Ahlvarsson, CEO Result Consulting (und ehemaliger Kickboxing Weltmeister), dass eine persönlich geprägte, natürliche und authentische Präsentation, bei der der Referent für sein Thema brennt, viel mitreissender ist, als jede noch so gut vorbereitete Slideshow.

Hubert Burda hat sich im Verlaufe der beiden Tage als sehr netten und charismatischen Gastgeber präsentiert, als bestens über aktuelle Trends und Techniken informiert und als Mann mit Visionen.

Ich bedanke mich für zwei interessante Tage in München.

4 Kommentare

  • Sehr schöne Zusammenfassung. Die kurzen Vorträge waren durchaus angenehm, allerdings bringt das dann nur etwas, wenn man danach auch die Zeit hat, das Ganze zu reflektieren. Ideal wäre einen Tag Vorträge, einen Tag Diskussionen, wieder Vorträge, wieder Diskussionen (und zwischendrin wieder so schöne Parties).

  • DLD Fazit 1

    Im Agenturblog gibt es eine Zuammenfassung, die mir deshalb gefällt, weil sie trotz aller Kritik, die man immer bringen kann, vor allem Dankbarkeit ausdrückt. Denn was Burda da auf die Beine gestellt hat, verdient Respekt. Die Speaker waren wohl aus…

  • verdammt. und ich hab noch überlegt, doch den späteren zug zu nehmen, um BBDO und „brand!“ noch mitzunehmen. aber insgesamt eine coole, wenn nicht die beste veranstaltung zum thema „bla2.0“, in der tat! ;-)

Instagram