WriteRoom – Fokussierung durch Reduktion

Ein Tool wie eine mechanische Schreibmaschine hat sich Khoi Vinh gewünscht. Keinerlei Editierfunktionen soll es haben, nichtmal eine Löschfunktion. Dafür wünscht er sich starke Filter, die die permanente Informationsflut , die – wir alle kennen es – ab und an eine echte Last werden kann, bremsen soll. Statt eingehenden E-Mails, neuen Nachrichten im Feedreader, Instant Messaging und weiteren Inhalten die permanent um Aufmerksamkeit buhlen, soll das neue Tool namens Blockwriter ein Hort der Ruhe, ein virtueller Ort der Kontemplation und Konzentration werden, ein echtes Scriptorium.

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Mit diesem schönen Vergleich hat das Netzbuch dieses Thema nochmal aufgegriffen.
Die Vision von Blockwriter geht mir etwas zu weit, aber die Richtung und Motivation kann ich sehr gut nachvollziehen.

Weniger Konsequent in der Umsetzung und mir deswegen sympathischer ist WriteRoom für MacOS. Es schaltet ebenfalls alle störenden optischen Reize aus und hilft bei der Fokussierung auf en Inhalt, den es zu verfassen gilt.

Auch wenn ich nicht gänzlich überzeugt bin, dass eine technische Lösung Abhilfe in einem durch die Technik geprägtem Problem schafft, ist Write Room zumindest einen zweiten Blick wert. Allerdings ist Vorsicht geboten, in der aktuellen Version kann man nicht speichern.



4 Kommentare

  1. Markus Freise
    04. Juli 2006 at 12:47 #

    Als kleiner Hobby-Literat möchte ich doch allen Fokus-suchenden die wunderbare Software Ulysses ans Herz legen. Die ist zwar keine Freeware/OS, verbindet aber ordentliches Dokumenten-Management mit eben gewünschtem Fullscreen-Mode. Die aktuelle Version 1.2 ist zwar etwas angestaubt, aber zumindest Universal. Und 1.5 ist wohl in Arbeit. Mehr: http://www.blue-tec.com/uly...

  2. martin
    04. Juli 2006 at 08:42 #

    Demnächst entwickelt noch jemand ein Tool, um Berechnungen im Zahlenraum von 1-10 durchzuführen …

    Die Idee mit der Konzentration ist gut, aber man sollte sie auch so konsequent umsetzen, wie Lars von Trier, der mit seinen Dogmen gleich ein ganzes Genre geschaffen hat.
    Wäre doch eine Chance, das hassgeliebte Bloggen weiterzuentwickeln.

    Sonst empfehle ich TextPad und ein Skizzenbuch.

  3. Oliver Wagner
    03. Juli 2006 at 23:10 #

    Stimmt René!
    Es wird sogar der Stand der letzten Bearbeitung automatisch gesichert – und parallele WriteRooms sind (nun) ebenfalls möglich.

  4. rene
    03. Juli 2006 at 21:52 #

    ich habe mir das tool vor einigen tagen runtergeladen und bin einigermaßen begeistert. und speichern kann man doch: nur sind es TXT-Dateien, die es ausgiebt. Die können aber problemlos wieder geöffnet werden.