Business-Modelle für Weblog-Tools

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Die Businessweek hat sich mit der Frage der kommerziellen Nutzbarkeit von Blogs befasst, wie Klaus Eck berichtet.

Zunächst ein paar Fakten aus dem Artikel (geschätzt von David Sifry, dem CEO von Technorati):

* 12.000 neue Blogs erscheinen pro Tag weltweit
* Es gibt rund 10 Million Blogs
* 400.000 neue Einträge werden pro Tag verfasst
* das entspricht ca. 16.000 neuen Beiträgen pro Stunde

Doch wer verdient Geld damit? Die Businessweek bringt einen schönen Vergleich aus den Zeiten des Goldrausches in Californien: It wasn’t the miners who got rich, it was the people who sold the picks and shovels.

Genau wie zu Beginn der großen E-Commerce Welle, als die Shopping System Anbieter boomten, verdienen heute also die Softwareunternehmen, die Blogging Tools entwickeln und verkaufen, sowie die Firmen die Systeme und Services rund um RSS, Auswertungen, Statistiken, Blogsuchen etc. anbieten. Diese Firmen sind vor allem für die VC Investoren von großem Interesse (wie kürzlich berichtet konnte auch SixApart in einer neuen Finanzierungsrunde 10 Millionen Dollar an neuem Kapital erzielen).

Aber kann auch mit dem Content, den Inhalten des Blogs ,Geld verdient werden? Die Businessweek sagt ja. Wenngleich auch erst rund 200 Blogger von Ihren Seiten leben können steigt der Traffic, der weltweit auf Blogs entfällt, von 2 auf 5% in nur eineinhalb Jahren.

Wie sich die Business-Modelle entwickeln werden kann auch die Business Week nur mutmaßen:

Will it work? Hard to say. Most blog business ideas didn’t even exist six months ago. Some may fail, and one or two just may change the way the online publishing industry works.

Bevor mit einem Blog (insbesondere hier in Deutschland) ein äquivalentes Gehalt über Adsense oder Amazon (o.a.) Affiliate Programme verdient wird, wird es sicher noch dauern, aber neben diesen harten Fakten sind für jedes Business auch die weichen Faktoren wichtig. Über Blogs entstehen neue Kontakte, neue Ideen können wachsen und geteilt werden, Kompetenzen können dokumentiert werden, die Kommunikation mit Partner und Kunden wird verbessert, Transparenz wird geschaffen, Feedback und Reaktionen auf die eigenen Produkte und Dienstleistungen kann unmittelbar hinterlassen werden… Auf diese Form des Businessmodelles von Bloging geht die Businessweek leider mit keinem Wort ein. Erstaunlich.

Weitere Ideen und Einschätzungen zu diesem Thema finden sich jetzt auch im MEX Blog.

2 Kommentare

  • Business-Modelle für Weblog-Tools?

    In der Businessweek gibt es einen Artikel über Business-Modelle für Weblogs. „Zunächst ein paar Fakten aus dem Artikel (geschätzt von David Sifry, dem CEO von Technorati): * 12.000 neue Blogs erscheinen pro Tag weltweit * Es gibt ru…

  • Naja, wenn irgendwas ein Selbstläufer wird, dann kommen Weilchen später auch genug Leute angerannt, die keine Ahnung davon haben, aber damit Geld machen wollen, mit irgendwelchen Sondergeschäftsideen.

    Ein Blog ist zum Rumwursteln von unwichtigen Privatpersonen. Das ist schon beim Endverbraucher.

    Business-Modelle? Wenn man das umkonfiguriert und irgend eine Geschäftsidee hat und professionell Inhalte herstellt, braucht man kein Weblog, das haben die menschen schon immer mit CMS gemacht, das kann mehr, besser.

    Ich verstehe das alles nicht. Weblogs werden doch medial völlig überbewertet.

Oliver Wagner von Oliver Wagner

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