T-Online und die Blogs..

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Im März hat T-Online einen Bloggingservice gestartet. Lange habe ich nichts mehr darüber gehört oder gelesen. Eben stieß ich beim RSSBlogger Siegfried Hirsch wieder auf dieses Thema.

Auf einer „Community“ Seite stellt T-Online einige der spannenden Blogs der eigenen Plattform vor, so unter anderem auch dass von Familie Collasch aus Halle. Auf der T-Online Seite ist diese Meldung mit folgendem Bild unterlegt:

familie_01.jpg

Auf den ersten Blick sieht dieses Bild aus, wie aus einem beliebiegen Stock Image Archiv. Für die Leser, die nicht so häufig in Stock Image Archiven recherchieren entsteht allerdings durchaus der Eindruck einer glücklichen, modernen und gut aussehenden Familie, die hier bei T-Online bloggt. Ein Klick auf entsprechende Seite offenbart allerdings direkt dieses Bild als Schnappschuß der Autoren:

ulfundbirte.JPG

Keine Ähnlichkeit erkennbar. Auch die Kinder sehen irgendwie ganz anders aus. Was ist passiert?
Kritische Leser könnten vermuten, dass T-Online die Familie Collasch nicht für präsentabel genug für die eigene Blog Community Seite erachtet und deswegen auf Stockmaterial zurückgreift. Passt dieses Vorgehen denn zu einer Vorstellung der eigenen Blogs? Geht es nicht insbesondere um Authenzität? Um echte Menschen? Eben keine zielgruppen- und marketinganalysen konformen und weichgespülten Identifikationschnittmengen? Was denkt Familie Collasch dazu? Fragen über Fragen…

10 Kommentare

  • Als Creative Director müsste man doch schreiben:
    Fragen neben Fragen, isn`t it?
    Die Frage aller Fragen, um im Schwung zu bleiben ist, was ist wichtiger? Dass jemand draufklickt?
    Oder dass tatsächlich kommuniziert wird. Ein nicht von der Hand zu weisender Gedanke könnte auch sein, dass, je hässlicher die Familie ist, die Klickrate steigt. Jedenfalls soll meine eizige Klare Aussage bleiben, dass ich auch nicht so genau weiss, was ein Creative Director bei sowieso auf eine privaten page soll? Das ist doch genau die Antwort. Ich selber verfolge auch nur das Ziel, dass jemand auf meine Page kuckt, nicht böse sein. Unter http://www.eyesaiditbefore.... auf Gewinnspiel klicken und Tasche abgreifen.

  • >Als Creative Director müsste man doch schreiben:
    >Fragen neben Fragen, isn`t it?

    Warum das?

    >…je hässlicher die Familie ist, die Klickrate steigt…
    Insbesondere bei T-Online steht zu Mutmaßen, das die Attraktivität der gezeigten Familie parallel zur Klickrate ist. Das ist eine Antwort auf die Frage, aber nicht die richtige.

    >.. dass ich auch nicht so genau weiss, was ein Creative Director
    > bei sowieso auf eine privaten page soll…
    Macht ja nichts.

    >Truckbag.de
    oder Freitag.ch

  • Einfach mal nachfragen!

    Das Agenturblog stellt in seinem Beitrag T-Online und die Blogs am Ende die Frage Was denkt Familie Collasch dazu? Warum sie selbst nicht nachgefragt haben, weiß ich nicht. Ich habe es aber mal nachgeholt zu fragen, was die Familie Collasch…

  • Eindimensionales Denken?
    Die Zielgruppe für dümmer als sich selbst (also mich selbst?) halten?

    Guido, ich würde mich freuen, wenn Du mir bei der Entwirrung hilfst!

  • Aha: Entweder synthetische Marketing-Kunstgesichter oder „hässlich“. Vielleicht sollte ein Creative Director auch sein eindimensionales Denken überprüfen oder seine Zielgruppe nicht beständig für dümmer halten als sich selbst schon.

  • Bloggerkommerz bei T-Online

    Da besucht man wieder mal ganz gelassen convers.antville.org und entdeckt bei agenturblog das Böse. T-Online hat ja ein eigenen Blog Dienst gestartet. Die wollen wohl viele Blogger gewinnen und haben deshalb mal kurz die Marketingmaschine angeschmissen…

  • Wie schreibe ich attraktive Weblog- / Blog-Titel?

    Der Titel / Überschrift ist ein wichtiges Kriterium für den Erfolg und die Resonanz eines Weblog-Beitrages. Immer wieder machen mich Veröffentlichungen darauf aufmerksam. Da alle Theorie grau ist, habe ich mich zu einem ungewöhnlic…

  • Bei der Entwirrung helfen? Ich glaube, ich bekomme es auch nicht mehr sortiert. Vielleicht hätte ich einfach nicht versuchen sollen, den Kommentar des „Grand Cenk Orchestras“ zu verstehen oder die dort enthaltenen Reizbegriffe überlesen müssen.
    Im Kern wollte ich eigentlich nur sagen: Diese Stock-Images sind so abgenudelt, dass sie fast jeden inzwischen anöden. Trotzdem haben sie es scheinbar erreicht, dass authentische Bilder neben ihnen die Assoziation „hässlich“ hervorrufen.
    No offense!

  • Ganz ehrlich die Fragen sind doch überflüssig. Denn konnte man im Ernst etwas anderes von von T-Online erwarten?! Authentizität ist ein großes Wort, das schnell mal vor den einen oder anderen Karren gespannt wird. Was T-Online mit Authentizität verbindet, lässt sich doch an vielen anderen Stellen in der Unternehmenskommunikation klar erkennen. Schein oder Sein – ist das an dieser Stelle noch eine Frage?

    Anja Tollhausen

  • @Guido: Danke für den Hint. Vermutlich hat der Kommentar von Cenk diesen Beitrag in eine missverständliche Richtung gelenkt. Das Stock Image ist beliebig, austauschbar, anonym und kalt. Schlechte Wahl. Das echte Bild sollte im Gegenzug in keiner Weise mit dem Label „hässlich“ versehen werden, denn zum einen stimmt das nicht, zum anderen steht diese Kategorisierung niemandem zu, aussderm ist es beleidigend und herablassend der Familie Collasch gegenüber. Das möchte ich hier nicht sehen.

    @ Anja: Man muss T-Online zugestehen, dass sie zunächst versucht haben, ein echtes Bild zu zeigen. Da Ulf jedoch keines liefern konnte/wollte (ich würde mir auch zweimal überlegen, ob ich ein Bild meiner Familie für eine T-Online Community Seite zur Verfügung stelle) wurde auf Stock Images zurückgegriffen. Genau das ist jedoch der Punkt. Macht das Sinn? Sicherlich nicht. Scheinbar ist die Zahl der aktiven Blogs bei T-Online aber noch so gering, dass ein Plan B, ein alternatives Blog, zu dem echtes Bildmaterial vorliegt, schlichtweg nicht verfügbar war.

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