Lässt Google seine Suchergebnisse von Redakteuren bewerten

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Ob es sich bei dieser Geschichte um einen großen Hoax handelt, oder ob tatsächlich eines der größeren Geheimnisse von Google geknackt wurde, kann nur spekuliert werden, spannend ist es allemal. Henk van Ess berichtet in seinem Blog über „Rater Hub Google“ oder auch „Google’s Secret Evaluation Lab“. Worum geht es dabei? Google größtes Problem ist sein durch Milliarden von SEO Pages bei vielen Keywords unbenutzbarer Index. Zu gut ist die Funktionsweise des Google Rankings mittlerweile dokumentiert, um eine Qualitätsbewertung von Links alleine den Algorithmen zu überlassen – wenngleich Google genau das immer behauptet.

Nach Henk´s Erkenntnissen, bedient sich Google seit einiger Zeit einer größeren Anzahl von weltweit verteilt arbeitenden Teilzeitkräften und Studenten (siehe Stellenausschreibung), die Suchergebnisse bewerten und deren Relevanz prüfen.

Ein Flashmovie zeigt, wie das Interface auf eval.google.com funktioniert.

Den Redakteuren werden verschiedene Ansätze zur Bewertung angeboten:

  • Side by Side Experiments
    Diese Variante wird in dem Film gezeigt. Zwei Resultatlisten werden gegenüber gestellt und vom Redakteur bewertet. Welche Liste ist besser. Vermutlich werden hiermit zwei Algorithmen direkt verglichen.
  • Query Experiments
  • Query Picker

The Google testers are paid $10 – $20 for each hour they filter the results of Google. Payment is done through Payroll. The international agents are instructed by the Human Quality Evaluation Team of Google. How does Google decide if a site is offensive or not? They hate affiliates without original content.

Eine Übersicht, was Google als Spam erachtet ist in einem Screenshot der Guidelines auf dieser Seite zu sehen.

Aus meinem Netzwerk konnte ich die URL eval.google.com nicht aufrufen, bei Google selber finden sich einige Ergebnisse dazu.

Henk schreibt weiterhin:

The site reveals itself only if you have the proper login and if you use a network known by Google.

Somit können nur bekannte IP Adressen diese Seite aufrufen. In der Stellenanzeige wird allerdings deutlich darauf hingewiesen, dass die Aufgabe auch von zu Hause erfüllt werden kann. Wie passt das zusammen? Wie erkennt das System dynamische IP´s und weist diesen einem User zu? Man wird sicher noch einige Zeit spekulieren dürfen, wie viel Wahrheit in dieser Theorie steckt. Insbesondere nach dem temporären Ausfall des Pageranks vor einigen Tagen ist der Nährboden für neue Gerüchte entsprechend bereitet.

Eine Conclusio kann man in jedem Falle aus diesem Thema ziehen. Henk hat es geschafft, sein neues Blog Search Bistro schon mit dem ersten Eintrag auf die ganz große Bühne zu stellen, wie die Results von Technorati und der Bericht auf Slashdot zeigen!

5 Kommentare

  • Google´s größte “Gemeinnis” enttarnt

    Das größte Geheimnis von Google wurde gestern von einen niederländischen Jounalist namens Henk van Ess enttarnt. In seinem ersten Post(Link gibts unten) auf SearchBistro zeigte er die Öffentlichkeit, dass Google mit menschlichen Redakteuren arbeite…

  • Le laboratoire d’valuation de Google (Rater Hub Google) : eval.google.com

    Article paru initialement sur WebRankInfo sous le titre Rvlations sur eval.google.com (Rater Hub Google)

    Nous connaissons tous les fameux laboratoires de Google… mais il semblerait qu’il y en ait d’autres tenus secrets. C’est en tout cas de

  • Die einfachste Moeglichkeit, mit einer festen IP-Adresse auch von zu Hause aus zu agieren ist die Benutzung eines Proxies.

  • Zumindest handelt es sich bei der Geschichte meines Wissens nicht um einen Hoax. Ein Freund von mir hat sich für diesen Job beworben und ist mittlerweile ein oder zwei Runden weiter. Er durfte mir natürlich nichts genaues erzählen, weil er eine Schweigepflichtsklausel unterschrieben hat. Er hat mir aber gesagt, dass er von zu Hause aus Websites bewerten kann/soll. Das Google-Netzwerk erkennt seine Anmeldung bei Gmail und gewährt ihm dann Zugriff (wahrscheinlich noch beschränkten, wieauchimmer) auf dieses Bewertungssystem. Wie gesagt, genaues durfte er mir nicht sagen, aber wenn ich das richtig interpretiert habe, gibt es verschiedene Bewertungsmöglichkeiten, etwa ob eine Site nützliche Informationen beinhaltet, nur Spam liefert oder vielleicht Nützliches mit Spam versetzt. Wie lange Google damit experimentiert, kann ich nicht sagen. Ich nehme an, dass in den USA schon Leute bewerten, während in anderen Ländern wie eben Deutschland gerade die erste Rekrutierungsphase läuft.

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