Face to Face sechs

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Stuttgart ist für mich immer auch eine kleine Reise in die Vergangenheit. Gut acht Jahre ist es her, dass ich hier mein Studium beendet habe und das Ländle wieder verlassen habe. Wirklich vermisst habe ich die Schwabenmetropole nie, aber es ist jedesmal interessant zu sehen, was sich alles verändert hat.

Ziel war diesmal die sechste Auflage der Face to Face Konferenz, organisiert vom Designzentrum Stuttgart unter Federführung von Henning Horn. Über zwei Tage lang stellten Kreative und Auftraggeber ihre gemeinsamen Projekte vor, diesmal unter Mitwirkung unserer österreichischen Nachbarn. Interessant war es, manches mehr, anderes weniger. Natürlich scheint es immer, dass die Themen und Referenten die man persönlich besonders spannend findet, deutlich zu kurz kommen. Sprecher die weniger inspirierende Powerpoint Vorträge, primär zur Darstellung ihrer eigenen Agentur nutzen, belegen zu viel Raum. Das ist aber wahrscheinlich immer so und nur schwer zu vermeiden.

Insgesamt habe ich aber einige neue Impulse und Ideen mitgenommen und die kreative Akkus wieder etwas aufgeladen. Und ich habe gesehen, dass ich unbedingt Coarsetoys brauche, mich generell etwas mehr mit Vinyl Toys befassen muss, das Buch von Fons Hickmann ist vielleicht ganz interessant, das Mo-Hotel ist zwar sehr schön, hat man aber vorwiegend in der Stuttgarter Innenstadt zu tun, ist es einfach zu weit draussen.

Etwas irritiert hat mich allerdings die absolute Abwesenheit von aufgeklappten Laptops, aktivem Backchannel, fotografierenden Bloggern und dem gemeinsamen Tag für Postings und Flickr Uploads – wirklich vermisst habe ich aber nichts davon.

2 Kommentare

  • Neulich war ich im Mo-Hotel abgestiegen. leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllt. Das Restaurant war schlecht. Die Bedienung rührend aber hilflos. Für das, was geboten wird waren die Zimmer und der Auenthalt zu teuer. Fairerweise sei gesagt, dass ich dort dann nicht übernachtet habe. Das Mo-Hotel ist die Billigausgabe einer auf postmodern und jugendlich getrimmten Architektursünde. Sorry. Das geht auch anders.

  • So schlecht fand ich das Mo-Hotel nicht. Das größte Problem für mich war die große Entfernung zum Zentrum. Zimmer waren ok, leider kein kostenloses (W)Lan, Service war freundlich, aber etwas verwirrt. Auf meine Reservierungsanfrage erhielt ich binnen 30 Minuten zwei Rückrufe, der erste teilte mir mit, dass das Hotel ausgebucht sei, der zweite bestätigte meine Buchung.

    Das Frühstück war ok, der Preis für die Übernachtungen ging auch in Ordnung.

    Die Architektur und Austattung gefiel mir eigentlich auch ganz gut, viel Sichtbeton, schöne Lichtinszenierungen, nur die Details passten überhaupt nicht – an vielen Ecken stehen Servicematerialien (Raumteiler, Tische, Reinigungsgeräte etc) einfach offen herum – das stört das Gesamtempfinden ungemein. Sowohl in den Gängen, als auch in der Mo-od Bar.

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