Vorbei mit DRM?

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Steht wirklich das Ende von DRM vor der Tür? Kann man vielleicht sogar schon die ersten Lichtstrahlen einer Verbraucherorientierung der Musikindustrie erkennen? Bekommen wir, was wir eigentlich alle wollen?

Noch ist es nicht ganz soweit, aber der gemeinsame Schritt von Apple und EMI ab Mai 2007 alle Titel des Labels frei von Digital Rights Management anzubieten, geht sicher in die richtige Richtung. Ob man die im AAC Format ausgelieferten und mit einer im vergleich zur normalen Musikdatei aus dem iTune Shop doppelt so hohen Samplingrate versehenen Dateien dafür gleich 30% teurer anbieten muss, sei dahin gestellt – immerhin bleibt der Preis für Alben gleich. Bereits erstandene Titel kann man für 30 Cent „upgraden“.

Bleibt abzuwarten, ob die anderen Labels nachziehen, vielleicht haben wir heute wirklich den ersten Tag des offiziellen Todes von DRM gesehen…

Weitere Links zum Thema:
MP3 Datei der EMI Pressekonferenz
Slides bei Techcrunch
EMI Pressetext
Apple Pressetext
Artikel bei heise
Artikel bei Golem
Eine EMI Twitter Geschichte

2 Kommentare

  • Tja, ich weiß nicht. Für mich hat insbesondere die Tatsache, dass die bereits vorhandenen EMI-Songs im iTunes Store weiterhin ein DRM haben, einen faden Beigeschmack. Zum einen nach Versuchsballon – wenn keiner die 30% teureren Songs kauft, kann das Angebot eingestellt werden und Steve kann sagen es wollte doch keiner. Auch für die Verbraucherschützer ist es ein mittelgroßer Schlag ins Gesicht. Kann man doch sagen, hey es gibt bei uns DRM-lose Lala, nur keiner will sie kaufen. Was mit großer Sicherheit passieren wird. In einer Apple-Monokultur (wie auf meinem Schreibtisch) tut das DRM nicht so weh, wie jemand der sich keinen iPod & Co. leisten kann.

    Engadget hat ein paar weitere, interessante Aspekte aufgegriffen:

    http://www.engadget.com/200...

  • WOW! Wenn jetzt wirklich noch andere Labels nachziehen wäre das wirklich lobenswert. Sieht so aus als ob die Musikindustrie langsam aufwacht und nicht nur kontraproduktiv agiert. Nach ettlichen Jahren der „Verbraucherverarsche“, ich sage nur erhöhte Preise für CDs, wird das auch langsam Zeit. Allerdings sind die Preise für die Musik-Downloads für meinen Geschmack noch viel zu hoch.

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