Bestattung eines Hundes

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Das erste Buch, das ich über eine Empfehlung via Twitter gekauft habe. Dabei weiß ich gar nicht mehr von wem und in welchem Zusammenhang. Aber – und das ist das Entscheidende – es war eine gute Empfehlung. Thomas Pletzinger (Blog) erzählt eine wunderschöne Geschichte von den Unwägbarkeiten des Lebens, einem Hund mit drei Beinen, dem Luganer See, New York und Brasilien. Eine Geschichte über Schmerz und Trauer, eine Geschichte über das Sperrgepäck, das wir mit uns tragen, das uns ausmacht, eine Geschichte über die Möglichkeiten. Mit seinen eigenen Worten gesprochen geht es in dem Buch

um einen sehr sympathischen Hund mit drei Beinen, eine schöne finnische Ärztin, schnelle Motorboote, Schießereien, Basketballspiele, Sex, Ethnologie, Lebensentwürfe, Zwiebeln in Butter, abgebrochene Akademikerlaufbahnen, einen erfolgreichen Kinderbuchautor und: Hahnenkämpfe, Kinderwünsche, Metallkrawatten, Pingpong, Coney Island, Schneckenfarmer, Luftgitarrenweltmeister, Eifersucht, Linksintellektuelle, fauchende Schwäne, Robbie Naish & William Wordsworth, Füchse, Möwen, Pferdeleichen, Wein und die Liebe.

Wärmsten zu empfehlen, ich habe mich lange nicht mehr so tief in ein Buch vergraben. Danke Thomas Pletzinger: Bestattung eines Hundes (Amazon Affiliate Link), 352 Seiten, 19.95 EUR.

In den nächsten Tagen kann man bei den Netznotizen einem regen Dialog zwischen Thomas und Saša Stanišic beiwohnen.

11 Kommentare

  • Nach dem Öffnen des Romans tauchte ich in die faszinierenden Lebensgeschichten ein. Das Buch ist auf alle Fälle sehr empfehlenswert.

  • Sobald ich etwas über Hunde lese, wird mir immer ganz warm ums Herz. Vor allen Dingen, weil ich erst letztes Jahr meinen über alles geliebten Amun verloren habe. Er war ein typischer Chow-Chow mit seinem Dickkopf, und er starb durch einen tragischen Unfall. Insofern hat mich die Thematik des Buches angesprochen.

    Liebe Grüße
    Monika

  • Hallo i
    ich habe in meiner Kindheit einen schäferhund mein eigen nennnen dürfen. Leider ist er schon lange Tod.
    Ich wußte auch nicht wohin ihn meine Eltern, vergrabe hatten. Ich wäre glücklich gewesen,ich hätte mich verabschieden können.

  • Danke für den Tipp. Habe ich bisher noch nicht gelesen, werde ich mir aber auf jeden Fall besorgen :)

  • Musste erst mal herausfinden, um was es noch in dem Buch geht, weil die Seite irgendwie an dieser Stelle verschoben ist und ich nicht alles lesen konnte. So, nun weiß ich es. Es klingt jedenfalls sehr traurig. Muss ich mal im Bücherladen nachfragen und anschauen.

  • So, hab mir das Buch auf Deinen Tipp hin gekauft und auch fast in einem Rutsch durchgelesen. Und es hat sich wirklich gelohnt. Ich war schon lange nicht mehr so in ein Buch vertieft. Thomas Pletzinger beschreibt seine Geschichte einfach wunderbar. Einzig der Name der Hauptperson, Mandelkern, schien mir zunächst etwas unpassend, aber man gewöhnt sich im Laufe des Lesens daran.
    Also wirklich ein gutes Buch, das ich ohne zu zögern weiterempfehlen kann.

  • […] sonder-samstagabenden sehen kann), ein paar schöne dinge, eine paar kuriose. schön zum beispiel oliver wagners blog, oder der ortszeit-blog, oder roman libbertz’ anrufe ohne meldung, oder http://www.lektüretipp..., […]

  • Ich kann zwar gut verstehen, dass jemand über derart traurige Themen schreibt – vielleicht ähnlich einem Tagebuch, mit dem man sich selbst einiges leichter macht und sich Dinge von der Seele schreibt –

    Aber ich kann nicht verstehen, dass man sich freiwillig das Lesen solchen harten Tobaks antut… Ich kann leider sowohl beim Thema Pferdeleichen als auch Bestattungen von Pferden und Hunden mitreden –

    Einzig der Satzteil „… eine Geschichte über die Möglichkeiten“ könnte mich in einer schwachen Minute motivieren, das Buch zu kaufen…

  • @ Sonja:

    Natürlich ist es harter Tobak, was da geschrieben steht, aber es gibt noch viel härtere Dinge in diesem Bereich. Als aktive Tierschützerin weiß ich, was alles passiert. Und lieber würde ich es nicht wissen, doch dies hilft den Tieren nicht. Andererseits muß sich nicht jeder Mensch so etwas antun. Bei manchen Sachen schalte ich auch einfach ab, weil es nicht mehr zu ertragen ist.

    Deshalb wende ich mich jetzt auch anderen Dingen zu, nämlich meinem Lieblingssport, dem Fußball und der Fußball-EM. Da kann ich mal so richtig abschalten. Werde gleich mal auf EMForum.at stöbern gehen und drücke unseren Jungs alle Däumchen und meine Hunde alle vier Pfoten.

    Liebste Grüße von Sarah

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