Reputationsmanagement in Communities

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In der konzeptionellen Frühphase nahezu jedes Community-Projektes tauchen ähnliche Fragen auf: Wie kann ich potentielle Nutzer zu langfristig aktiven Mitgliedern machen? Wie kann man Nutzer mit einem besonders hohen Status innerhalb der Gemeinschaft kennzeichnen? Was sind weitere Hebel um Nutzer für ihren Einsatz zu belohnen?

Ganz unabhängig von dem zentralen Social Object, um das die Community kreist, sind die Lösung oft ähnlich – und bilden im allgemeinen sehr gut die Maßnahmen ab, die über die rein intrinsischen Motivation hinaus sinnvoll erscheinen. Im Allgemeinen geht es darum, die Reputation, also den Stand, die Kompetenz bzw. den Aktitvitätsgrad der Nutzer deutlich und für alle sichtbar abzubilden. Je nach Community kann das über Statuspunkte, Ränge, besondere Auszeichnungen/Items oder auch über grafische Hervorhebungen erfolgen. Bei Lycos iQ beispielsweise haben wir uns für eine Kombination aus diesen Punkten entschieden: Nutzer erhalten Statuspunkte, die den Themengebieten, in denen sie erworben wurden zugeordnet sind und so den Rang des Nutzers in diesem Bereich erhöhen, es gibt benannten Levels von Einsteiger bis Einstein, besondere Auszeichnungen in Form von Diplomen ausserdem Ranglisten und innerhalb von Fragen auch die grafische Hervorhebung von der jeweils besten Antwort.

Da dieses Thema beliebig Komplex seien kann, ist der seit kurzem verfügbare Reputation Bereich innerhalb der Yahoo Design Pattern Library sicher eine sehr gute Anlaufstelle, um sich sehr ausführlich und anhand von konkreten Beispielen über die verschiedenen Ansätze zu informieren:

A person participating in a social structure expects to develop a reputation and hopes for insight into the reputations of others, but each designed model of participation and reputation embodies its own set of biases and incentive structures. Balancing these forces determines in large measure the success or failure of a social system.

Eine Zusammenfassung der Inhalte gibt diese Präsentation von Bryce Glass:

Natürlich macht es keinen Sinn, all die dort aufgezählten Maßnahmen gleichzeitig zu verwenden, sondern im Gegenteil, genau die Elemente zu identifizieren, die für die eigene Nutzerschaft besonders geeignet erscheinen und am besten mit dem thematischen Kontext der Seite verwoben sind.

Und genau diese zu identifizieren und in der richtigen Form zu implementieren ist dann die Königsdisziplin.

3 Kommentare

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  • Vollkommen richtig. Und zudem sollte die Mitgliedschaft in einer Community auch einen Vorteil bzw. Nutzen bringen. Ohne, ich will garnicht USP sagen, sondern eher von Nutzer-Nutzen sprechen wird es schwer auch dauerhaft aktive Nutzer zu behalten. Zumindest meine persönliche Erfahrung.

  • sehr interessante Sichtweise. Aber ich glaube eher dass sich der angesprochene „Nutzer-Nutzen“ bei entsprechender professionalität und themengebundener Kompetenz von selbst einstellt.

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