Ein Gerät, sie zu täuschen und zu schlachten.

Caleb Larsen, ein derzeit in Mexico lebender US-Amerikanischer Künstler, hat ein Gerät gebaut. Es trägt den wundervollen Namen A tool to deceive and slaughter. Und genau das macht es auch ganz wundervoll:

Every ten minutes the black box pings a server on the internet via the ethernet connection to check if it is for sale on the eBay. If its auction has ended or it has sold, it automatically creates a new auction of itself. Every ten minutes the black box pings a server on the internet via the le on the eBay. If its auction has ended or it has sold, it automatically creates a new auction of itself. Every ten minutes the black box pings a server on the internet via the ethernet connection to check if it is for sale on the eBay. If its auction has ended or it has sold, it automatically creates a new auction of itself.

Sprich, das Tool auktioniert sich automatisch ständig selbst bei eBay – jeweils beginnend mit dem zuletzt erzielten Preis. Der Käufer anerkennt beim Kauf jeweils die Bedingung, es nach Ablauf der nächsten Auktion an den neue Besitzer zu versenden.

Bricht ein Käufer den Kreislauf, also findet keine weitere Auktion mehr statt, ist das Konzept nicht mehr vollständig und auch das Kunstwerk nicht mehr intakt. Es verliert seinen Wert.

Ich finde das Projekt eine wunderbare Metapher auf die Vergänglichkeit, ein augenzwinkerndes Appellieren an die Kraft des Loslassens.

via todayandtomorrow



4 Kommentare

  1. Stiffler
    30. Januar 2010 at 22:27 #

    ja das denke ich auch sebastian

  2. Sebastian
    29. Januar 2010 at 17:40 #

    Sehr schöne Idee. Eine Art moderner Kettenbrief als Kunst.

  3. Thomas
    29. Januar 2010 at 13:50 #

    Noch während des Lesens und ohne lange drüber nachzudenken, hab ich es als Metapher für die Finanzmärkte verstanden.

  4. ben_
    29. Januar 2010 at 13:12 #

    Grandios! Da geht mir das Herz auf.