Schließt Apple die Tür für Flash CS5?

Der aktuelle Counter zeigt in diesem Moment noch drei Tage und 17 Stunden bis zum Launch von CS5, Adobes neuer Creative Suite. Die Neuerung im kommenden Flash CS5 ist ein Exporter, der Apps für für das iPhone oder iPad erzeugen kann.

Im Zuge der Vorstellung des kommenden iPhone OS 4.0 Updates hat Apple eben das neue SDK 4.0 veröffentlich, vor dessen Download Entwickler den neuen Terms aus Cuppertiono zustimmen müssen. Darin heißt es unter Punkt 3.3.1:

Applications may only use Documented APIs in the manner prescribed by Apple and must not use or call any private APIs. Applications must be originally written in Objective-C, C, C++, or JavaScript as executed by the iPhone OS WebKit engine, and only code written in C, C++, and Objective-C may compile and directly link against the Documented APIs (e.g., Applications that link to Documented APIs through an intermediary translation or compatibility layer or tool are prohibited).

Sprich: Eingereichte Apps dürfen nur die dokumentierten APIs ansprechen (dies war bislang auch so) – allerdings künftig ausschließlich in dem sie diese direkt und nativ in Objective-C, C, C++, oder in der Webkit Engine via JavaScript ansprechen. Translation Tools, wie der Flash Exporter, sind ausdrücklich nicht mehr gestattet.

They’re pretty much royally fucked beschreibt John Gruber die momentane Lage von Adobe wohl ziemlich treffend.

Man kann nur spekulieren ob und wie Apple dies handhaben wird (was wenig überraschend ist), auch bleibt offen, was dies für Tools wie beispielsweise Phonegap bedeutet – aber alles in allem sicherlich keine gute Nachricht für Adobe und ein weiterer aktueller Grund mit der Politik aus Cuppertino zu hardern.

Kommentare (4)

  1. Das ist wirklich hartes Brot für Adobe. Und die Jungs von Wired können ihre App schon mal in die Tonne treten. Ganz persönlich freut es mich, weil ich nie ein Freund von Adobe und Macromedia und von Flash schon mal gar nicht war.

    Als nüchterner Entwickler erschreckt es mich schon ein bisschen. Ich hätte nicht gedacht, dass Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen nochmal so diskriminierend verwendet werden. Ich dachte das hätten wir seit .Net hinter uns.

    Als Lehre daraus kann man wohl v.a. eines schließen: Web-Apps bauen!

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