AllofMp3.com kurz vor dem Ende?

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Bereits vor einigen Tagen war die umstrittene Musikdownload Plattform kurzfristig vom Netz, jetzt droht neues rechtliches Ungemach. Das der Service bei Albenpreise von rund 1,20 EUR nicht wirklich legal sein kann und vor allem die Künstler nichts vom Umsatz sehen, müsste eigentlich jedem klar sein.

Die Reichweite ist dennoch immens:

  • iTunes 44%
  • AllofMp3 14%
  • Napster 8%
  • Wippit 6%
  • MSN 6%

(Prozentzahlen am Gesamtumsatz digital verkaufter Musik)

Höchste Zeit, eventuell noch bestehende Restguthaben auszugeben.

7 Kommentare

  • wenn ich mir solche zahlen angucke,
    – iTunes 44%
    – AllofMp3 14%
    – Napster 8%
    dann muss ich doch echt als erstes an die geldgeilen hirntoten der musikindustrie denken, und lachend und weinen daran, das die ja im prinzip so ziemlich alles falsch machen.

    wenn allofmp3, wo ein lied teilweise 10cent kostet, mehr gesamtumsatz macht, als napster, welches sogar flatrates anbietet, dann sollte man doch echt mal überlegen die lieder für weniger geld anzubieten, um einen noch größeren hörerkreis zu erreichen, statt einen nach dem anderen zu verklagen.

    für mich einfach echt unglaublich.

  • Was mich bei der Sache interessiert, ist der Haftungsaspekt des Users. Hab ich nun „legal“ einen Song und damit die Nutzungsrechte für diesen Hammerpreis erworben?

  • @Willem: Legal ist bei der AllofM3 Sache sicherlich wenig. Du hast somit im Zweifellsfall eher keine Recht an den derart erworbenen Stücken. In wieweit man als Nutzer zur Verantwortung gezogen werden kann, weiß ich nicht – wäre aber ein interessanter und wichtiger Aspekt. Weiß jemand mehr dazu?

    @Manuel: Es sind gleich einige Punkte, die so deutlich werden. Zum einen die Preise für virtuelle Güter. 10 Cent oder 99 Cent pro Titel machen da einen gewaltigen Unterschied. Bei der 99 Cent Variante sind die Stücke ausserdem stets mit DRM versehen – das ist natürlich nicht gut für den Kunden und einzig im Sinne der Musikindustrie. Bei AllofMp3.com hat man vor dem Download die Wahl zwischen verschiedensten Formaten: MP3, WMA, OGG, MPEG-4, MPC oder Lossless. Zusätzlich kann man die Bitrate wählen, bei MP3 entweder Low (128 kbps), High (192 kbps) oder CD (320 kbps) – das ist natürlich ein fantastischer Service.

    Würden die Künstler entsprechend bezahlt und der Preis pro Stück läge somit dann etwas höher, vielleicht bei 20 Cent, wäre das doch auch eine perfekte Sache und immer noch günstig. Und DRM frei.

  • ich seh das genauso wie du. aber erzähl das mal irgend nem dicken boss von sony oder zyx oder sonst irgend nem big player im musikbusiness.

    auch ich würde mir sicherlich wieder 5 mal soviel musik holen wenn ich die für ein fünftel der aktuellen preise, und noch dazu ohne drm bekommen würde.

    aber da brauchen wir garnicht drüber zu diskutieren. so ein einsehen wird die musikindustrie in 10 jahren nicht aben.

  • soweit mir bekannt ist, liegt die vergütung für die künstler abholbereit auf einem konto, nur die musikindustrie weigert sich den betrag anzunehmen, weil sie sonst allofmp3 als legal anerkennen würde!

  • Das größte Problem der Musikindustrie ist der überdimensionale Wasserkopf der bezahlt werdern will.
    Anders wie vor noch 10 Jahren gibt es nur noch Mega-Plattenfirmen und kleine GaragenhLabels.
    Auch die Qualität der Musik nimmt meiner Meinung immer mehr ab. Und jetzt graben die auch noch „Take That“ wieder aus. Wie verzweifelt müssen die Musik-Bosse eigentlich sein?

  • @Fred: Das wäre allerdings eine ganz spannende Entwicklung. Hast Du einen Beleg für Deine Info, eine Quelle?

    @Falk: Das Musik(Medien)-Business wird sich in den kommenden Jahren sicherlich drastisch ändern. Interessant dazu ein Interview mit Rickard Falkvinge, dem Anführer der schwedischen Piratenpartei.

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