Don’t give up your day job…

D

… rät Erik Spiekermann den Designern des grauenhaften WM Logos (sieh dazu auch meinen Beitrag aus dem September 2004: Fußball WM und Design) in einem Interview mit der deutschen Welle.

Auch wenn man das Logo seit Tagen im ununterbrochenen Einsatz im TV sieht, wird es keinen Deut besser. Man kann nur erahnen, wie sehr die Designer, deren Aufgabe es war, basierend auf diesem Logo animiertes On-Air-Design zu erstellen, geflucht und geschrien haben…

8 Kommentare

  • Wirklich grausam diese bunten Smilies…
    Nichts geht über die Logos der vergangenden Tage.
    zB 1982 in Spanien mit dem hässlichen Apfelkopf-Maskottchen, oder 1970 in Argentinien.
    Mir fehlt auch etwas der Bezug zu Deutschland in dem Logo.

  • Das sieht so gewollt lustig aus, dass es zum Schreien ist! Könnte vom Chefsohn oder armen Praktikanten einer Agentur kommen. Szene vorstellbar – Chef zum Praktikanten: „zeig mal, was du heute so gemacht hast – hhmh gar nicht schlecht, noch einen Smiley-Kopf und so was Swosh-Ähnliches mit Deutschland-Farben.“ Das ist grausame Provinz-Qualität! Anfänger-Niveau!

  • Sportlogos von Sportevents sehen doch meistens grauenvoll aus!
    Woran liegt das? Oder gibt es genug Gegenbeispiele?

  • @ JensRu
    Gegenbeispiel 1. ich finde das Logo von der Bundesliga ziemlich gelungen. Kompakt, zweifarbig, aktionsreich …
    aber mehr „schöne“ fallen mir jetzt auch nicht ein.

  • @ Johannes

    Klar die Ligen und Vereine haben oft gute Logos.
    Doch wenn man es wirklich auf SportEvents reduziert, was bleibt?.

  • So. Jetzt habe ich wirklich das ganze Interview mit diesem most respected Design-Kritiker gelrsen und was habe ich gelernt? Dass ihm das Logo nicht gefällt. Dass es zu viele Botschaften transportiert. Dass man ihm den Abstimmungsprozess ansieht. Und dann kommt das übliche Gejammer über Deutschland: Dass sich keiner traut, dass die Vergangenheit uns belastet, dass wir wissen, dass sich was ändern muss.

    Und dann kritisiert er, dass Logo sei nicht deutsch genug? Denkt der Mann darüber nach, was er da erzählt?

    Das Logo mit den lachenden Ecstasy-Smilies transportiert genau das, was die WM ausmacht: Vielfalt und Lebensfreude, es ist wiedererkennbar und erfüllt seinen Zweck. Nicht mehr und nicht weniger.

    Ja, es muss sich was ändern und zwar vor allem bei allen, die immer erzählen, es müsse sich was ändern und dann doch nichts tun und auch bei allen, die immer alles kritisieren, vor allem, dass immer alles kritisiert wird.

    So und jetzt zurück zum Day-Job, Mr Spiekerman.

  • […] Die Themen rund um gestalterische Qualitäten innerhalb des Fussball-Zirkus scheinen nicht abzureißen. Dabei ist so unglaublich viel Geld im Spiel – es wird nur immer wieder falsch ausgegeben. Die schlechten Lösungen zeigen sich im Logo, beim Maskottchen, beim On-Air Design, bei der Darstellung der aktuellen Spielstände (Ausnahme: BBC Sport) – und eben auch bei den WM-Trikot-Ziffern. Das Fontblog hat dafür heute die rote Karte gezogen – zu recht: […]

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