39 Millionen weniger Kunden – durch Blogs

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In einer heute veröffentichen pan-europäischen IPSOS-Studie wurden 5.000 Europäer zu ihren online Lese- und Shoppinggewohnheiten befragt:

Rund 44% der Befragten sind regelmässige Internetnutzer. Knapp 20% der Europäer haben bereits ein Weblog gelesen (27% in Frankreich, nur 15% in Deutschland) und etwa 3% betreiben sogar ein eigenes Blog (7% in Frankreich, nur 1% in Deutschland).

Blogleser vetrauen diesem Medium als Informationsquelle in gut 25% der Fällen. Bei Lesern mit einem höheren Budget für Onlineeinkäufen nimmt dieser Wert deutlich zu, im europäischen Mittel liegt er bei 30% – nur in Deutschland ist er mit 21% sogar geringer.

Insgesamt ein Drittel der europäischen Onliner hat bislang vom Kauf eines Produktes, dass durch private Meinungen (user generated Content) schlecht besprochen wurde Abstand genommen. Das entspricht 39 Millionen Menschen in Europa, 39 Millionen Produkten die nicht bzw. von einem anderen Anbieter erworben wurden.


Einige weitere Erkenntnisse der Studie über den Einfluss von Blogs auf Transaktionen:

– One in five Europeans have changed their opinion about a company’s products or services after reading blogs by customers

– Blogs have changed 25 million people’s opinions about a company’s products and services

– 26 million Europeans have thought less highly of a company having read about it on a blog written by private individuals

– 60 million Europeans would be more likely to buy a product or service if they had read positive comments about it on the internet

Die Studie kann hier, bei Loic Le Meur heruntergeladen werden. Merci!!

7 Kommentare

  • Aber ist es nicht auch so, dass anstatt der schlechtgemachten Produkte die empfohlenen Produkte vermehrt gekauft werden? Sozusagen bekommt jeder nur das, was er/sein Produkt verdient.

    Liebe Grüße

    Marco

  • Für mich hören sich diese Studien immer so negativ an. Als ob das was schlimmes ist. Ist doch gut, dass des in solche Zahlen gefasst wird. Was scheiße ist kauf ich nicht.

    Der unterschied zur „offline“ Welt ist nur das ich nicht nachvollziehen kann wer, warum, was nicht kauft. Aber im Grunde ist das doch das selbe. Meine Freunde/Bekannte raten mir ab, also lass ich auch die Finger davon.

  • […] Rund 44% der Befragten sind regelmässige Internetnutzer. Knapp 20% der Europäer haben bereits ein Weblog gelesen (27% in Frankreich, nur 15% in Deutschland) und etwa 3% betreiben sogar ein eigenes Blog (7% in Frankreich, nur 1% in Deutschland). […]

  • […] Spannend in diesem Zusammenhang ist auch eine repräsentative Studie, welche das Forschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Agentur Hotwire durchführte: Demnach lassen sich in Europa bereits 28% der Nutzer von Websites mit Nutzergenerierten Inhalten bzw. 23% von privaten und 22% von unternehmerischen Weblogs beeinflußen, wenn es um eine Kaufentscheidung geht. Damit sind die neuen Kanäle interessanter als bspw. Fernsehwerbung oder E-Mail Newsletter. Thomas Gigold | Web 2.0 |   Kommentar verfassen […]

  • Es kann doch nur gut sein, wenn sich User ( Käufer ) über eine unabhängige Informationsplattform das nötige Wissen aneignen um darauf Ihre Entscheidungen bzgl. des Kaufes von Waren oder auch Dienstleistungen zu stützen. Damit werden zwar nicht Waren verkauft die beworben werden, sondern nur die Waren gekauft die „gut“ sind. Mag zwar für die Wirtschaft nicht so verlockend sein, aber für den Kunden.
    Und sind wir nicht alle Kunden ? Außerdem kann man diese „Mundpropaganda“ als Wirtschaft ja auch wiederum zu seinem Vorteil nutzen.

  • […] Das hätte ich nicht gedacht, dass Weblogs einen solch starken Einfluss auf das Kaufverhalten haben. Vielleicht wäre das eine berufliche Alternative: Kaufe viel, blogge darüber und lass’ es Dir dann auch noch am besten bezahlen – quasi als Testkäufer! Aber dass das Bloggen auch gefählich sein kann, liest man z. B. hier: […]

Oliver Wagner von Oliver Wagner

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