Ich fahre Opel (temporär)

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Seit vorgestern Abend fahre ich einen Opel. Vermittelt durch TRND und begrenzt auf einen Testzeitraum von einer Woche. Als ich vor einigen Wochen von meiner Teilnahme an der Opel Astra Sommertour erfuhr musste ich zurückdenken an meine erste Erfahrung mit einem Opel. Lange, sehr lange liegt das zurück. Damals bin ich diese Marke für etwa 6 Wochen gefahren – allerdings auch nur übergangsweise.

Mein erstes Auto habe ich damals zu meinem 18 Geburtstag bekommen: einen neuen, schwarzen Peugeot 205. Mit dem habe ich etwas über drei Jahre und gut fünfzigtausend Kilometer verbracht. Schlussendlich habe ihn dann eingetauscht, gegen einen viele Jahre älteren Saab 900. Für Aussenstehende war dieser Wechsel nicht ganz nachzuvollziehen, ein noch recht neues Auto gegen ein deutlich älteres mit viel höherer Laufleistung zu tauschen. Für mich war es damals aber genau die richtige Entscheidung. Bis zu dem Zeitpunkt als ich während des Studiums an jedem Wochenende zwischen Stuttgart und Paderborn pendelte (gut 1.000 Kilometer). Die Aufwendungen für eineinhalb Tankfüllungen je Weg konnte ich mir nicht erlauben – also wurder der Saab verkauft. Schweren Herzens. Mein Saab Händler war so nett und hat den Verkauf in meinem Auftrag durchgeführt. Während das eine Auto also im Showroom des Händlers stand und auf einen Käufer wartetet brauchte ich parallel ein Fahrzeug mit dem ich Pendeln konnte. Und genau da kam mein erster Opel ins Spiel. Ein Kadett Coupé in goldgrün metallic mit Automatik und einem kleinen Motor. Das mit Abstand hässlichste Auto in meiner bisherigen automobilen Historie – aber genau wie diesen Opel musste ich auch den damaligen nicht bezahlen. Der Wagen hatte die Angewohnheit nicht mehr anzuspringen, wenn man ihn im warmgelaufenen Zustand abstellte und danach erneut starten wollte. Ich habe aber gelernt, dass ein beherzter Schlag mit dem Hammer auf die entsprechende Stelle im Motorraum wunder wirkte. So bin ich gut sechs Wochen bestens über die runden gekommen, hatte stets einen kleinen Hammer auf dem Beifahrersitz und wurde an Tankstellen und Rastplätzen im argwöhnisch bei meinen Startversuchen beäugt. Letztlich war ich aber froh, nachdem der Saab verkauft wurde einen kleinen Citroen DX Diesel kaufen zu können. Damit war das Kapitel Opel für mich über viele Jahre geschlossen – und ich habe viele andere Marken versucht. Britische, verschiedene Deutsche – geblieben bin ich letztlich irgendwann bei den Autos aus München – aber auch das kann sich beim nächsten Autokauf natürlich wieder ändern.

Was ich in den kommenden Tagen mit dem Opel erlebe (so überhaupt etwas interessantes passiert), werde ich in drüben im TRND Blog festhalten. Fairerweise muss ich anmerken dass ich die Ausschreibung dieses Projektes damals etwas grob überflogen habe, eigentlich hatte ich gedacht dass es um einen Opel Astra OPC geht, also die sportliche Variante mit 250 PS, tatsächlich geht es aber um einen ganz zivilen GTC mit deutlich weniger Power…

Die Übergabe fand gestern am Sonntag Abend in Hannover statt, dabei habe ich einen kleinen Film gemacht, den man hier bei Sevenload betrachten kann:


Link: sevenload.com

Und bislang komme ich auch ganz gut ohne Hammer über die Runden…

6 Kommentare

  • Nette Impressionen doch die Qualität lässt leider stark zu wünschen übrig :)
    Währe aber auch liebend gerne bei der Sommertour mitgefahren…. Also viel Spaß mit dem Opel

  • Danke Frank. Klar ist das qualitativ gesehen nicht gerade spitze :-) Darum geht es (mir) hierbei aber auch nicht wirklich. Das wäre dann etwas viel des Aufwandes. Blöderweise hat die Lüftung oft ins Mikro gepustet, deswegen der schlechte Sound.

    Das neue Video ist allerdings zumindest was den Sound angeht besser:
    http://opelsommertour.trnd....

  • Spannend und lustig; Dein Film ist eine gelungene Pause im „wissenschafltichen Geschreibsel“;
    da Opel für mich ein ziemliches NO GO ist (rein weiblich-emotinal,technisch vollkommen unversiert) wunderte ich mich bereits über die neue, mobile Errungenschaft von Gegenüber einerseits und andererseits, über das verblüffend gute Aussehen des Automobils aus..? Wo wird der eigentlich gebaut? In Rüsselsheim? Die Schamröte der Unwissenheit steigt mir ins Gesicht.
    Jedenfalls, weiterhin gute Fahrt! (Ich würde gern wissen, wie die Filmmusik heißt :-)

  • Danke Christine – ich habe aber auch keine Idee, wo der Opel gebaut wird. Leider gebe ich den Wagen jetzt gleich ab, sonst hättest Du, hättet Ihr gerne eine ausgedehnte Probefahrt machen können :-)

    Die Musik im zweiten Film ist von Snow Patrol, falls Du die Intro Musik meinst, die habe ich mit Garageband selbst zusammengestellt :-)

  • Ich fand deinen Bericht eientlich ganz gut, bloß die sarkastische Stau-Sequenz war dann doch ein wenig voreilig. Natürlich gibt es im Astra dynamische Umleitung, wenn ein Stau droht. Und im Topmodell des Navis wird das auch noch klarer deutlich. Wenn überhaupt würde ich in diesem Fall die Bedienbarkeit in Frage stellen. Nicht jedoch die funktionsweise. Und zu Thema wer baut was:
    Bochum, Antwerpen und Ellesmere Port bauen den Astra. Gruß M.

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