Lifestreaming

In der nicht enden wollenden (aber künftig um einen neuen Standard angereicherten) Diskussion über die Öffnung des Social Graphs, spielen wohl künftig die Social Media Aggregatoren oder Lifestream Tools eine große Rolle. Im Prinzip gilt es ein großes Spektrum seiner online verfügbaren Datenfeeds an einem zentralen Ort abzulegen, chronologisch oder nach Objekttyp sortiert kann man die Inhalte eines einzelnen Nutzers oder einer Gruppe von Freunden betrachten. Wenngleich hier sicher noch die ganze große Innovation auf sich warten lässt (aber sicher irgendwo schon vor der Tür steht), gibt es zwei Tools, die man sich dazu im Augenblick genauer ansehen sollte. Zum einen gibt es seit gestern ein neues Release von Noserub, zu sehen als gehostete Version unter Identoo (mein Profil hier) und dann das neu gestartete Soup.io (mein Profil hier).

Identoo.com - All public social activities

Beide Tools verfolgen auf den ersten Blick ein ähnliches Ziel, allerdings mit ganz anderen Mitteln und Hintergründen. Noserub möchte als optional dezentraler Service weit mehr für die Autonomie der Daten der Nutzer sorgen. Alles kann exportiert und/oder auf dem eigenen Server betrieben werden. Soup quält sich mit dergleichen ideologischen Fragen nicht, bietet dafür aber einen unglaublich komfortablen Einstieg in das Produkt. Ganz ohne Registrierung kann man einen eigenen Lifestream erzeugen, neue Elemente hinzufügen, das Design anpassen und dann, wenn man zufrieden ist auch speichern. Elegant gelöst.

Soup


4 Kommentare

  1. Jens
    06. November 2007 at 10:25 #

    Ich frage mich, was die OpenSocial Tools für die Entwicklung von hauptsächlich privaten Blogs bedeutet. Hier ist übrigens noch ein OpenSocial Tool, das hier nicht erwähnt wurde.
    http://www.tumblr.com/

    Grüße

  2. Aleks
    31. Oktober 2007 at 22:15 #

    Wir haben vor einige Zeit auch einen Lifestreaming Service gestartet (sehr beliebt auch ausserhalb von Deutschland)

    Hier zu finden: http://www.intuuch.com

    MfG,
    Aleks

  3. Oliver Wagner
    31. Oktober 2007 at 17:01 #

    Es spricht aus meiner Sicht auch gar nichts gegen eine “volle” Registrierung, im Gegenteil. Interessant finde ich bei Soup.io eben nur den “sanften Flow” in das Produkt.

    Aber wie oben schon geschrieben ist die Philosophie und die Zielgruppe ohnehin eine andere.