Tufte zum Applikationsdesign auf dem iPhone

T

iphone_tufte.jpg

Das Display des iPhones bietet statt den „traditionellen“ 72 dpi der Röhrenmonitore eine deutlich höhere Auflösung von 160dpi, also wesentlich mehr Bildpunkte. Der amerikanische Informationswissensschaftler Edward Tufte führt vor diesem Hintergrund in einem sehr anschaulichen Video durch einige Bereich der Software (bspw. Fotos) die sehr gut gelöst sind, in denen ausschliesslich der Content zu sehen ist und alle Interaktionselemente in den Hintergrund treten, er zeigt aber auch, dass diese Stringenz nicht in allen nativen Applikationen durchgehalten wird und gibt einige Anregungen für Verbesserungen.

Ausserdem Fallen während des Videos diese beiden Sätze, die so gut, wahr und richtig sind, dass ich sie hier nochmal explizit zitieren möchte:

To clarify, add detail.

Clutter and overload are not an attribute of information, they are failures of design.

Hier geht es zum entsprechenden Artikel auf seiner Webseite – die allerdings überraschend schlecht zu navigieren ist, das aber nur am Rande…

8 Kommentare

  • Hm, tja… Also mich überzeugt Tuftes „fixes“ Wetter-Redesign nicht. Wetter ist (für mich) eine nebensächliche Info, die Temperatur, Regen: ja/nein reicht mir völlig. Für wirklich tief gehende Wolken-, Wind- oder Wetterfrontanimationen würde ich eh auf einen größeren Screen gehen. Und auch bei den Aktien. Man weiß doch ungefähr, wie die Aktien des letzten Jahres stehen, man will nur kurz einen Blick drauf werfen, um zu sehen, ob etwas sich stark verändert hat. Wen interessieren da schon die zig Minizacken vor 10 Monaten? Nene, das Interface ist gut so, bitte nicht ändern ;)

  • ich find das neue interface mit den zusätzlichen „features“ ziemlich geil. why not…?! mich interessieren wetterinfos & aktien und und und… auf einen blick schon. coole sache, mein O.K. habt ihr. weiter so…!

  • Auch ich finde Tuftes Beweisführung einen weiteren Beweis dafür, das Apple wirklich Jahre weiter ist, als alle anderen Phone OS Anbieter. Darum mag es manchmal etwas erbsenzählerig wirken, wenn wir dann doch noch das ein oder andere Haar in der Suppe suchen. So wie ich. Damals.

    Nachdem ich jedoch an Weihnachten mal eins in der Hand hatte und mir auf einen Schlag die komplette User Experience ins Gesicht schlug, war ich hin und weg. Für alle die meinen, dass die Konkurrenz alsbald aufholen wird, denen sei dieser nette Beitrag von John Gruber empfohlen.

  • ich finde das iphone interface wirklich top. ich habe mir ein Windows Mobile Smartphone angeschafft, weil mir das iPhone zu teuer war und muss sagen dass ich von der Bedienung wirklich sehr enttäuscht bin. Ich hatte mich nicht großartig vor dem kauf damit beschäftigt, weil ich dachte es wäre sicher schon in ordnung, aber inzwischen weiß ich dass es absolut unergonomisch ist. Naja die Funktionen sind trotzdem gut :)

  • Mir gefällt das neue iphone interface mit den zusätzlichen Funktionen richtig gut. Besonders die Aktien auf einen Bilck! ;-) Klar wird der ein oder andere behaupten, dass die zusätzich integriertenFunktionen nur Spielereien seien, die kein Mensch wirklich braucht, nur warum sollte man sowas wie Aktien und Wetter nicht integrieren? Jeder iphone Besitzer hat die freie Wahl, ob er die Funktion nutzen will oder nicht… Ich finde ein besseres Handy ist zurzeit nicht auf dem Markt erhältlich. Nicht ohne Grund ist das iPhone das Handy, was am meisten kopiert wird?!?

  • Ja .. gerade diese „spielereien“ sind doch das gute am iPhone. Das Interface ist wie ich find der Hammer. Man brauchts nicht, aber ist froh es zu haben. :) Genauso ist es doch mit dem iPhone auch! Eine teure Spielerei … weil die Neugierde gesiegt hat !

  • wer eine Alternative zum iPhone möchte: CECT Handys aus China, bieten ähnliche Funktionen (manchmal auch noch zusätzliche wie z. B. Dual SIM Karten empfangsbereit) und kosten nicht ansatzweise so viel. Einfach mal auf Ebay schauen, ich habe so eines und kanns nur empfehlen.

Instagram