Was der GMail Ausfall über die Relevanz von Realtimesearch sagt…

Es ist kaum zwei Wochen her, als ich laut über die Gefahren des Cloudcomputings nachgedacht habe. Was, wenn ein Großteil unserer Daten und Kommunikationstechnik ins Web ausgelagert wird – und die zentralen Applikationen nicht mehr funktionieren – oder unsere Daten verlieren?

Seit heute früh kann man eindrucksvoll beobachten, welche globalen Auswirkungen ein weltweiter Totalausfall von GMail hat. Allein eine Suche bei Twitter fördert in wenigen Minuten mehrere tausend Kommentare zu diesem Phänomen zu Tage – dabei kennt man eher den Weg in die andere Richtung, immer dann, wenn Twitter längere Zeit nicht verfügbar war:

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Glücklicherweise ist der Zugriff über IMAP weiterhin möglich, somit muss sich in diesem Fall niemand Gedanken über einen Verlust seiner Daten machen. Dennoch sollte man auch diesen Vorfall wieder als deutlichen Hinweis auf die Notwendigkeit von Social Media Backup Strategien nehmen!

Besonders interessant ist an diesem Vorfall auch zu sehen, welche Relevanz eine Suche in Echtzeit hat. Keine andere Form der Search ist in der Lage uns bereits Sekunden nach oder während eines Vorfalls relevante Ergebnisse zu eben diesem zu liefern. Wo oder wie sonst wäre es möglich, mit einer Suchanfrage zu identifizieren ob es sich bei dem geschilderten Problem von GMail um ein lokales, singuläres Problem oder um einen weltweiten Ausfall handelt? Und das sofort?

Und natürlich machen insbesondere unter diesem Aspekt die derzeit immer wieder diskutierten Gerüchte um eine Übernahme von Twitter durch Google Sinn….

Kommentare (5)

  1. Das ist ein Grund, warum ich von meiner guten alten arcor mail und thunderbird NICHT auf GMail umsteige :) Man muss doch nicht alles EINEM Anbieter anvertrauen, oder doch?!

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