PostRank

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Klassische Analysemethoden werden dem sich verändernden Web nicht mehr wirklich gerecht. Reichte es früher noch, die Besucher und Pageimpressions einer Webseite auszuwerten, sind die Metriken heute deutlich komplexer. Inhalte werden nicht nur nicht mehr an der Stelle gelesen, wo sie verfasst werden, sie werden auch an anderen Orten kommentiert, weiterempfohlen oder aufgegriffen. Bis zu 80% der Konversation über die eigenen Inhalte findet anderen Orts statt.

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PostRank nimmt sich dieser Aufgabe an und ergänzt die klassischen Werte von Google Analytics um die soziale Komponente. Dabei werden sowohl Kommentare auf der Seite (dem Blog), Tweets, Social Bookmarks, Trackbacks etc. ausgewertet und in einem Engagement Score zusammengefasst:

Inwieweit sich der Einsatz eines weiteren Statistikttols rechnet, kann man pauschal nicht sagen. Mit $9/Monat pro überwachter Seite ist PostRank nicht wirklich ein Schnäppchen, ein erster Probemonat ist allerdings kostenlos.

6 Kommentare

  • Also ich persönlich hab ja jede Form von Statistik über Bord geworfen. Ich meine … man führt ja in seinem Garten auch keine Statistik darüber, wieviele Pflanzen von welcher Sorte man hat und welche Tiere es dort gibt. Und es geht mir besser damit, als früher. :)

    Ich weiß aber, dass das im professionellen Umfeld deutlich anders aussieht. Quantitative Analysen sind ein echtes Problem im Web und zwar aus zwei Gründen:
    1. Es wie bei allen Statistiken und deren Präsenation immer das Problem der beeinflussenden Interpretation.
    2. Und das ist das wirklich verheerende: Die Frage welche Dimensionen überhaupt relevant sind, ist eine Frage der Aushandlung und des gemeinschaftlichen Konsens. Damit geht viel von der Empirie flöten, die Statistiken immer vorgeben zu haben.

    • Ich würde wetten, wir beide würden uns wundern, wieviele (Klein-)Gärtner ganz exakte Statistiken über den Pflanzenbestand auf ihren Grünflächen haben….

      Aber ja, die Auswertung ist natürlich immer eine Frage der Perspektive. Davon ausgehend aber, dass Kommunikation über die von uns geschriebenen Zeilen zunehmend an anderen Orten statt findet, kann es durchaus praktikabel sein, dies auszuwerten. Natürlich nur, wenn man überhaupt auswerten möchte…

  • Ich finde es ist eine gelungene Sache von PostRank. Internet entwickelt sich weiter, somit auch Auswertung. Wenn mann aber bedenkt, dass es ganz viele kostenlose Analyse Tools angeboten werden wie Google Analytics, sind 9€ eindeutig zuviel.

  • Schicker Blog, da muss ich ben_ zustimmen.

    Was Postrank betrifft, bin ich in zweifacher Hinsicht skeptisch:
    Zum Einen ist es zwar schön zu wissen, was Meinungsführer im Web über einen schreiben, das ist aber nur ein Indikator und keine Garantie dafür, dass die Botschaft auch bei der Mehrheit der Bevölkerung ankommt, die nicht über einen Twitter-Account verfügt (geschweige denn bloggt).
    Zudem wird der Platzhirsch Facebook anscheinend nicht berücksichtigt, zumindest taucht deren Logo weder auf der Website von Postrank noch im Demovideo auf. Zudem lässt sich der Inhalt des auf Facebook kommunizierten ohnehin nicht feststellen. Mit diesen Daten will FB vermutlich irgendwann selbst mal Geld verdienen.

    Vorerst helfe ich mir also erstmal mit kostenlosen Tools weiter…

Oliver Wagner von Oliver Wagner

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