WordPress und Pubsubhubbub

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Das im letzten Jahr von Google vorgestellte Pubsubhubbub Protokoll verschiebt die Funktionsweise von RSS von Pull zu Push. Sprich, immer wenn auf einer Pubsubhubbub Applikation/Seite eine neue Information erscheint sendet sie automatisch ein Ping an alle abonnierenden Services. Statt also stündlich einen RSS Feed auf neue Inhalte abzufragen, kommen diese künftig direkt zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung zum Abonnenten. Ein weiterer, wichtiger Schritt ins Echtzeitweb.

Und damit WordPress künftig auch mitspielen kann, reicht es, dass PuSHPress Plugin zu installieren.

Bereits jetzt ist es so möglich, neue Inhalte quasi in Echtzeit durch Google indexieren zu lassen bzw. im Google Reader oder auch bei Netvibes erscheinen zu lassen. Viele weitere Dienste werden künftig folgen.

via 10e20

6 Kommentare

  • Ich hab da ja so meine Zweifel, wie groß der Mehrwert gerade für Blogs aussieht. Wenn ich mir anschaue, wie sich bei mir die Klicks und Kommentare für neue Artikel verteilen … das Gros verteilt sich doch recht gleichmäßig über die ersten drei Tage nach Veröffentlichung, würde ich sagen.

  • @ben Aber das Ding ist doch, dass Du dann nicht mehr unbedingt selber zusehen musst, dass Du Deine Posts bzw. RSS an alle Dienste pingst. Wenn ich das Pubsubhubbub richtig verstanden habe. Nehmen wir einmal an, alle Suchmaschinen stellen auf diese Technik um, dann reicht es, dass Du Deine RSS vielleicht einmal dorthin pingst, wenn sie Dich nicht eh schon gelistet haben. Und den Rest holen sie sich selber. Ich arbeite bei der Suchmaschine Twingly in Schweden, und wir werden auch bald auf diese Technik umstellen. Und alle anderen Suchen auch, denke ich, denn es ist nicht nur viel effizienter, sondern wir können damit unseren Usern wesentlich besseren Service bieten. Schau einmal dieses Video an, fand ich sehr hilfreich: http://www.youtube.com/watc...
    Für Blogs heißt das dann zwar vielleicht wie bisher „größte Aufmerksamkeit in den ersten 3 Tagen nach Veröffentlichung“, aber die könnte durch Pubsubhubbub wesentlich größer ausfallen.

  • @Anja: Fair enough! Das ist in der Tat ein Punkt. Nicht zuletzt dürfte das evtl. auch den Traffic auf meiner rss.xml reduzieren.
    Da würde mich ja spontan interessieren, wie ihr von Twingly da mit Spam umgeht. Greifen da die bestehenden Mechanismen (Blacklisten/Whitelisten) oder müsst ihr das Thema jetzt neu angehen?

    Was die Notwendigkeit von Echtzeitindizierung bei Blogs angeht, bin ich aber immer noch skeptisch.

  • Wir haben bereits seit Langem einen Spamfilter. Mit Hilfe eines von uns entwickelten Algorithmus wird dabei geprüft, ob und wie nahe ein Blog sich an Spam-Clustern befindet. Ist dieser zu nah dran, wird er bei uns nicht indexiert. Hundertprozentig wasserdicht ist dies wie bei jeder Technik auch nicht, aber es rutscht wirklich sehr wenig durch.

    „Was die Notwendigkeit von Echtzeitindizierung bei Blogs angeht, bin ich aber immer noch skeptisch.“ – Nja, was ist schon wirklich notwendig? Es ist ein „nice-to-have“, wie man es auf ausdrücken könnte, und technisch faszinierend, dass es eben doch schneller geht als man vielleicht noch vor einem Jahr dachte. Was das alles in Zukunft bringt, wird sich zeigen, wie bei allen technischen Entwicklungen. So lange es nicht schneller als „Echtzeit“ geht – dass also etwas indexiert wird bevor es jemand geschrieben hat ;) . Toll ist jedenfalls an der neuen Technologie, dass dies hoffentlich eine Indexverbesserung bei allen Suchdiensten mit sich bringen wird, effektiveren Datentraffic und für Blogs eben, dass sie hoffentlich öfter gefunden und damit öfter gelesen werden.

  • Danke Euch beiden für die vertiefenden Kommentare zu meinem kleinen Artikel.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob durch Pubsubhubbub tatsächlich ein Mehr an Traffic oder auch bessere Visibility entstehen kann. Primär geht es doch darum, dass Blogs mit diesem Protokoll jetzt auch richtig im Echtzeitweb mitspielen können. Also Push statt Pull.

    Womöglich verschiebt sich der Peek dadurch einfach mehr in Richtung des Veröffentlichkeitszeitpunktes. Auf der anderen Seite warten natürlich die potentiellen Leser auch nicht dringend auf einen neuen Artikel, sondern werden ihn lesen, wenn es passt. Aber: Wenn sie wollten, würden sie in dem Moment, in dem der Post-Button gedrückt wird, informiert werden.

  • Hm… wenn ich das richtig verstehe, ist das ein Applet, um gerade erzeugten Content automatisch und zeitgemäß bei Google anzumelden? Sorry, bin eher auf Joomla unterwegs – Webseiten mit Textmassen wie sie WordPress bedient haben wir recht selten in Arbeit ;-)

    Wenn dann bis dato eher in Typo3 (wobei ich das CMS abgrundtief verachte…)

    Grüße
    Daniel

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