Media in Transition – Tag 2

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Der zweite Tag der Media in Transition brachte aus meiner Sicht deutlich interessantere Themen.

Christoph Janz von Pageflakes führt durch die Welt der Portale und zeigt den immer größer werdenden Wunsch der Nutzer nach Personalisierung und Lokalisierung auf. Klassische Portale wie Yahoo, AOL oder auch Lycos leisten das derzeit nicht oder nur unzureichend für diese Gruppe von Usern. Baukastensysteme wie eben Pageflakes oder auch Netvibes basieren ausschließlich auf diesem flexiblen Contentboxen, Widgets und den möglichen Kombinationen und Anpassungen all dieser. Für mich ist dabei immer noch die Frage unbeantwortet, wie sehr technologisch desinteressierte oder uninformierte User bereit sind, sich in diese Services einzudenken, wie sehr sie mit RSS Feeds etc arbeiten können und wollen.

Simon Wilson führte durch OpenID und erklärte die Grundlagen und Ideen hinter dem Service. Relativ technisch gehalten, bin ich mir nicht sicher, ob er damit bei der anwesenden Audienz eine Lanze brechen konnte, grundsätzlich Neues für mich hatte er leider auch nicht zu berichten. Zu einer Öffnung von OpenID hinsichtlich der viel (und auch mehrfach hier) gewünschten Plattform für portable soziale Netzwerke übte er sich während seiner Präsentation in Zurückhaltung (allerdings habe ich ihn nachher nochmal persönlich befragt, dazu mehr in dem Artikel OpenID arbeitet an poratblem sozialen Netzwerk).

Ibo Evsan plädierte in seinem Vortrag ebenfalls für offene Identifikations- und Authentifikationssysteme und berichtete über die Wichtigkeit von Inzentivierungen für Useraktivitäten in Online Communties. So wie wir damals bei Lycos iQ eingeführt, kann sich auch Sevenload künftig vorstellen den Usern anhand ihrer Aktivität auf der Plattform Ränge zuzuweisen.

Matthew Gertner von AllPeers gab einen schöne Überblick über die derzeit verfügbaren Frameworks für Rich Media Applikationen, von Adobe AIR, Flex über Microsofts Silverlight bis zu Java FX.

Den Nachmittag konnte ich wegen eines frühen Rückflugs leider nur partiell erleben.

Petter Karal stellte Ezmo vor, eine Musiksharing Plattform, die einem Netzwerk von zehn (in Deutschland sieben) Freunden Streamingzugriff auf meine (hoochgeladenen) Files gibt.

Danach sprach John Buckham, den ich unlängst bereits in auf der Reboot in Kopenhagen hören durfte. Im Gegensatz zu vielen der anderen Präsentationen sprach er sehr offen über die Fehler bei seinen bisherigen Startups und Ideen. Ausserdem sagte er einen sehr schönen Satz den Vorwurf erwiedernd, dass der meiste User Generierte Content Müll sei: Der meiste kreierte Content ist Müll. Recht hat er.

Leider verpasst habe ich Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg, MP3 Erfinder vom Fraunhofer Institut zum Thema “DRM (Digital Rights Management), MPEG, AudioID: die Zukunft der Medientechnologie“ und Dr. Till Evert von CELAS zu „CELAS, Medienrechte der EMI Publishing Group” – Europaweite Lizenzierung von Musiknutzungsrechten“.

Die meisten Präsentation der Veranstaltung können hier eingesehen werden:
Slideshare.net/mediaintransition

Bleibt, mich bei den Veranstaltern, insbesondere bei Özlem Guenay, für die Einladung zu diesem Event zu bedanken!

2 Kommentare

  • […] nur ein wenig für meinen Geschmack hin zu den Visionen gehen, anstatt auf vergangenes oder bestehendes zu pochen. Ich danke den Veranstaltern, vor allem Özlem Guenay, für die Einladung zu der […]

Oliver Wagner von Oliver Wagner

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