Wordcamp 2008

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Wordcamp 2008

Danke Cem und den anderen Organisatoren: Ihr habt uns einen sehr gehaltvollen Event mit netten Menschen in toller Location geschenkt! Mir hat das erste europäische Wordcamp im Hamburger Stilwerk sehr viel Spass gemacht, es hat mich neue Eindrücke gewinnen und andere vertiefen lassen und insbesondere (aber nicht ausschliesslich) abseits der Session sehr spannende Gespräche entfacht.

Am ersten Tag habe ich eine Session zum Thema „OpenID und WordPress“ angeboten. Weniger als Frontalvortrag, mehr als offene Diskussion zu dem Thema mit einer kurzen Einführung zum Hintergrund von OpenID und zu den Möglichkeiten dies sowohl in Form einer Delegation des OpenID Providers in das eigene WordPress Theme zu integrieren (vgl. auch meinen Artikel Blog als OpenID Usernamen nutzen dazu) und der Option mithilfe des WordPress OpenID Plugins von Will Norris die Kommentarfunktion gegen OpenID zu authentifizieren. Im weiteren Verlauf ging es dann immer konkreter um die potentielle Bedeutung von OpenID als Vehikel oder Versatzstück auf dem Weg zu Portabilität von Daten bzw. zur Öffnung von Social Networks und Graphs. Mir hat es viel Spass gemacht, ein PDF der Slides habe ich hier abgelegt (4MB)

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Interessant auch ein Vortrag vom bloggenden SPD-Fraktions-vorsitzenden in der Hamburger Bürgerschaft Michael Neumann rund um das Spannungsfeld Blogs/Medien und Politik mit einigen durchaus bemerkenswerten Aspekten und Einsichten.

Mit Facepress wurde eine noch sehr frühe Version eines Social Network Plugins für WordPress vorgestellt. Noch macht das Tool keinen ganz ausgereiften Eindruck, aber wer weiß, vielleicht entsteht hier eine ganz spannende Lösung um Interaktionsmöglichkeiten innerhalb eines Blogs zu stärken. Optional ist geplant einen zentral gehosteten Social Graph anzubieten, der die Aktivitäten der User über alle von ihnen genutzte Blogs zusammenfasst und auf den partizipierenden Seiten aggregiert. In dem Zusammenhang muss man auf Buddy Press hinweisen, ein Framework das einen ähnlichen Ansatz verfolgt, allerdings für die Multiuser Version WordPress MU. Scheinbar ruht die Entwicklung hier allerdings gerade. Ich werde mir hierzu demnächst mal eine Testversion ansehen und das Thema nochmal aufgreife. Wohler wäre mir, wenn von vorneherein klar definiert würde, dass es sich hierbei um einen offenes, dezentrales Protokoll handelt, statt um eine geschlossene, properitäre Lösung.

Anschliessend gab es eine kurzen Salespitch von Wikio sowie eine Einführung in den Windows Live Writer, wohl ein Offline Client wie Ecto oder Marsedit. Ärgerlich für die beiden präsentierenden Damen, dass sie für die detaillierten technischen und/oder konzeptionellen Rückfragen des Auditoriums nicht wirklich tief genug im Thema waren, so zumindest mein Eindruck.

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Zum Ende des ersten Tages gab es noch eine Bloglesung mit dem Herrn Paulsen, MC Winkel und Merlix. Die erste Lesung auf einem Word/BarCamp und die zweite die ich bis dato gehört habe. Auch das war sehr nett, aber irgendwie finde ich die Atmosphäre in einem kleinen Club mit alkoholischen Getränken passender dafür, das mag aber auch daran liegen, dass ich nach einem spannenden Tag mit vielen guten Gesprächen einfach etwas mitgenommen war. Deswegen habe ich mich auch gegen gemeinsames Dinner mit der Wordcamp Mannschaft und für die zweitbesten mir bekannten Dim Sums entschieden (mein Favorit ist nach wie vor das Yauatcha in London – werde ich hoffentlich im März wieder geniessen können).

Der zweite Tage begann mit etwas reduzierterer Teilnehmerzahl aber ebenfalls interessant, Gerrit referierte über die Grundlagen für den Umgang mit Typographie im Netz und schloss mit der immer noch aktuelle Diskussion über Vor- und Nachteile sowie rechtliche Fragen der wieder belebten Font Face Option in Safaris WebKit. Daran schloss sich ein Vortrag von Nils Lauk zu den Grundlagen von Microformats an. Bei beiden Themen wäre mir eine weitere Vertiefung lieb gewesen – aber es ging ja auch eher um Einführungen.

Als letzter Punkt des zweiten Tages ging es noch um die Frage: Kann man mit WordPress eine magazinähnliche Publikation erstellen, dabei aus unterschiedlichen Blogs inhaltliche Fragmente aggregieren und neu zusammenfügen.

Insgesamt hätten die Sessions durchaus etwas mehr Hands-on seien können – so viel geballte WordPress-Kompetenz kommt so oft nicht zusammen. Das aber nur ein kleiner Kritikpunkt. Etwas Code gab es ja hier und da zu sehen…

Besonders gefreut habe ich mich übrigens in Hamburg mit Sven und Jog zwei Bielefelder Blogger zu treffen!

Sollte es zu einer weiteren Auflage dieses Events kommen – ich bin gerne wieder dabei!

2 Kommentare

  • Hey Oliver, schön, Dich mal wieder gesehen zu haben – leider war irgendwie keine gute Gelegenheit da, mal etwas mehr zu quatschen. Das nächste Mal sicherlich wieder! Ich freue mich – viele Grüße, Stefan.

  • Barcamp Leipzig, Sonne, der Fürstenhof und Bratwürste für einen Euro | Von Oliver Wagner | Beitrag | agenturblog.de sagt:

    […] Hamburg, Jena und Bochum war dies meine vierte Reise zu einem Barcamp (das Wordcamp mal aussen vor). Und wie eigentlich jedes Mal, lohnt sich die „Mühe“. Wenngleich ich bei […]

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